Tarte au citron

Tarte au Citron - Startbild

Herzlich Willkommen bei meinem Ausflug in die französische Küche. Schön, dass ihr mich dabei begleitet wie ich meine erste Tarte au citron bzw. Zitronentarte backe.

Tartes sind toll. Dieser flachgebackene Boden, einen Hauch Belag drauf. Knusper trifft süß.
Und in diesem Fall: sauer macht lustig. Eine Zitronentarte musste her. Und das Schöne daran – man benötigt selten viele Zutaten für ein Schmackofatz-Ergebnis.

Tarte au Citron - Endergebnis

Die Kunst zu Leben besteht darin, zu lernen, im Regen zu tanzen statt auf die Sonne zu warten.

Ich mag dieses Zitat sehr und es macht so manches viel leichter, wenn man sich mit den Gegebenheiten anfreundet. So auch das graue Wetter im Februar. Und so machte ich mir diese Weisheit zu Eigen und trotzte der heutigen Tristesse und zauberte einen Sommerkuchen an diesem dunklen Wintertag.

Was ich vorab zu dieser Tarte sagen muss:
Sie ist speziell. Sie ist zwar süß, aber im Abgang auch sehr herb. Ob es an den verwendeten Früchten lag oder am Rezept – ich weiß es nicht.
Meine Schwester und ich gaben noch einen Löffel Zucker auf die Baiserhaube der Tarte. Das knisterte dann ganz wunderbar

Rezept:

Mürbeteig (24er Tarte-Form):
250 g Mehl
125 g kalte Butter
2 Eigelbe
Salz
70 g Zucker
1-2 EL Eiswasser

Zitronenfüllung:
4 Biozitronen
3 Eigelbe (Größe L)
20 g Mehl
15 g Speisestärke
125 g Butter
Salz

Baiserhaube:
3 Eiweiß
1 Prise Salz
100 g Zucker
½ TL Backpulver

Für den Mürbeteig das Mehl und die Butter in Stücken mit den Händen verkneten bis eine sandige Konsistenz entsteht. Dieser Schritt dauert ein wenig länger, circa 5 Minuten.

Tarte au Citron - Teigherstellung
Eigelb, Zucker, Wasser und Salz mit einem Schneebesen weißcremig rühren und anschließend in die Mehl-Buttermischung geben, Kühl stellen, eine gute halbe Stunde.
Tarteform (am besten mit herausnehmbarem Boden) mit Backspray einsprühen und den ausgerollten Mürbeteig (so 3-4 mm) in die Form geben und Löcher mit einer Gabel in den Boden stechen. Blindbacken mit Backlinsen oder ohne ist jedem von euch selbst überlassen. Ich machte es ohne, ich hatte genügend Löcher in den Boden gepiekst.
Backt den Teig schon mal bei 200 Grad für 15 Minuten ab. In der Zeit könnt ihr die Zitronenmasse zubereiten.
Zitronen pressen und wer mag noch die Schale (Bio!) abreiben. Ich hatte eine Ausbeute von ca. 150 ml Zitronensaft.

Tarte au Citron - Sauer macht lustig
Mehl, Speisestärke, Salz und Zucker zusammen mit 250 ml Wasser in einen Topf geben und langsam zum Köcheln bringen und gut rühren bis eine cremige weiße Masse entstanden ist. Zieht die Platte von der Herdplatte und gebt vorsichtig 2 Eigelbe hinzu und den Zitronensaft und rührt bis eine einheitliche Creme entstanden ist. Kurz noch mal auf die Herdplatte und dann gießt ihr die Creme in den fertiggebackenen Mürbeteig.

Baiserhaube:
Eiweiße mit der Prise Salz schaumig rühren und dabei den Zucker und das Backpulver einrieseln lassen. So lange schlagen, bis die Baisermasse zu glänzen beginnt. Locker auf die Zitronencreme setzen, dabei einen Rand von 1-2 cm lassen. Mit einem Esslöffel Spitzen aus der Baisermasse ziehen. Zipfelmützen quasi.
Im vorgeheizten  Backofen bei 125 Grad stocken bzw. trocknen lassen. So circa 30 Minuten bis die Zipfel leicht gebräunt sind.

Tarte au Citron - Im Profil

Die Tarte schmeckt am besten ausgekühlt. Und wie meine Schwester und ich festgestellt haben schmeckt sie noch viel besser mit einem Schuss Zucker oben drauf. Knuspert, ist süßer und noch viel leckerer. Wer es ein wenig herber mag lässt die Tarte einfach so wie sie ist.

Tarte au Citron - Panorama

Viel Spaß mit dem sauren Vergnügen .

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